FLUGPLATZ POLENZ - piccboxx.de

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GALERIEN > LOST PLACES

Der Fliegerhorst in Waldpolenz, ca. 3km östlich von Brandis gelegen, wurde 1934 für die Blindflugschule 1 eröffnet und ebenfalls für Erprobungsflüge durch die Junkers AG in Dessau genutzt.
Während des Krieges diente er als Heimathorst für Bomber-, Nachtjagd- und Jagdgeschwadern. Stationiert und erprobt wurden hier Flugzeuge, wie der Bomber He 177, der Düsenjäger Me 163 + He 262 und der Strahlbomber Ju 287 mit den nach vorn gepfeilten Tragflächen. Unter Anderem wurde hier das Experimentalflugzeug (Nurflügler) SACK AS-6 des Konstrukteurs Arthur Sack aus Machern getestet. Der fliegende Bierdeckel machte allerdings nur kleine Hüpfer, wegen zu geringer Motorleistung.

Am 16. April 1945 wurde der Fliegerhorst (dt. Deckname "Bickbeere") durch die von Althenhain kommende USA Task Force Collins besetzt und ging am 2. Juli an die Rote Armee. Die amerikanische Bezeichnung für den Fliegerhorst war einfach "Polenz Airfield".
Nach Wiederaufbau des Flugplatzes wurde ab 1954 der Flugbetrieb durch die sowjetische Luftwaffe (Hubschrauber Mi-4 bis Mi-10, sowie später die Su-24) wieder aufgenommen. An die tieffliegenden donnernden Kampfhubschrauber Mi 24 (Hind) können sich die Meisten wohl noch gut erinnern.

Im April 1992 erfolgten die letzten Militärflüge der sowjetischen Luftwaffe.

Nach einigen Jahren der zivilen Nachnutzung durch private Fliegerei, wird die Fläche durch die Fa. Jüwi Solar GmbH (2008 als größtes Solarkraftwerk der Welt) genutzt. Die ehemaligen Wirtschafts- und Wohngebäude sind für die Renaturierung vorgesehen.


 
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