2017 TROLL GOES ITALY - piccboxx.de

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GALERIEN > NAH + FERN

Die Idee!

Mit dem Roller durch Italien. Welches Verkehrsmittel wäre besser geeignet, als oben ohne knatternd durch dieses Land zu reisen.
Damit das Abenteuer zum Abenteuer wird, muss eine Herausforderung her. Statt eines modernen Fahrzeuges, ist geplant die Strecke von fast 5000km mit einem zurückhaltend aufgearbeiteten Motorroller IWL TROLL 1 zu absolvieren.
Bis auf die Umrüstung der Elektrik auf eine kontaktlose 12V Anlage entspricht das Fahrzeug dem Originalzustand von 1963.

Start ist Mitte Juli 2017, 4 Wochen Zeit und ein offenes Ergebnis.

15.7.2017, 10:30 Uhr
Auf geht's!

16.07.2017
Unter dem Brenner. Nach der Übernachtung in Etzelwang bei Nürnberg, führt die Fahrt weiter als gedacht. Es geht durchs Altmühltal, München, entlang der Isar und dem Inn durch Innsbruck hinauf zum Brenner.
Die Maschine surrt und erklimmt die Berge behende. Dass schmale Budget an Motorleistung und das noch schmalere an Bremsleistung zwingt zu vorausschauender Fahrweise.

17.7.2017
Abfahrt vom Brenner in Richtung Gardasee. Das Penser Joch war nicht geplant. Wahrscheinlich den falschen Routingmodus gewählt. Jedenfalls ist die Zahnradpaarung des 1. Ganges jetzt eingespielt. Der Langsamste war ich nicht. Ich habe Fahrradfahrer überholt und hatte alle Zeit die Gedenktafeln der Passstraßenbauer zu lesen ohne dafür anhalten zu müssen.
(Während Vespas zumeist monochrom gestaltet sind, hat der Troll von beiden etwas.)

18.7.2017
Start vom Gardasee über Cremona, Piacenza, Bobbio nach Genova zum Cimitaro Staglieno, dem bekannten Monumentalfriedhof.
Das Teilstück von Bobbio bis Genova war wie geschaffen für den kurvengierigen Troll. Geradeaus war quasi nicht vorhanden.
Der Freidhof war in seiner Erscheinung derart gigantisch, dass es kaum möglich war diesen bildhaft darzustellen. So etwas muss man live erleben.
Nach dem Friedhofsbesuch streikte die Ladeanlage am Moped. Wie sich später herausstellte, war ein defekter USB-Lader der Grund dafür.
In Genova jedenfalls hatte Motoricambi Baldini eine passende Batterie. Hier konnte die 12V-Anlage richtig punkten.

19.7.2017
Start von Rapallo in Richtung des Nationalparks Cinque Terre, die 5 Dörfer an der ligurischen Küste.
Getankt und im Gespräch mit dem Tankwart vergessen den Deckel drauf zu drehen. Da war meine Spritersparnis durch eine knappere Bedüsung natürlich vermatscht.

Unzählige Tornanti der ligurischen Küstenstraße im Gebiet der Cinque Terre bieten eine hervorragende Möglichkeit die erlernten Kurvenskills anzuwenden und zu verfeinern.

Immer wieder bieten sich Ansichten, wie aus dem Bilderbuch, auf Ortschaften, wie Levanto, Porto di Vernazza und auch La Spezia. Die Ortschaften zu besuchen habe ich in den meisten Fällen unterlassen, da sie nicht immer befahrbar sind und zwischen dem Anblick von oben und der Ortschaft am Meer mal eben 300-400m Höhenunterschied liegen. Die 5 Dörfer sind durch eine teils unterirdisch verlegte Bahnstrecke verbunden. Damit kann bequem von Ort zu Ort gereist werden.

20.7.2017
Auf dem Weg nach Rom einen Umweg durchs Inland nach Pontedera. Dort befindet sich die Wiege des italienischen Rollers, dass Museo Piaggio, dem Erfinder der Vespa.

Die ausgestellten Exponate zeugen von viel Selbstbewusstsein und einen unerschütterlichem Glauben Kriege zu entscheiden, auf dem Schlachtfeld, in der Brandbekämpfung oder in der Wüste bei der Rally Paris/Dakar.

Abseits der Küste sind die Temperaturen grenzwertig, aber bei genügend Speed zu ertragen.
Wieder an der Küste, ist es schon fast kühl.

(Obwohl es rundherum surrt, wie in einem Bienenstock, erkennt der Italiener sofort, dass der Troll kein heimisches Fabrikat ist. Vermutlich schwirren schon etliche Fotos auf italienischen facebook Profilen herum. Selbst während der fährt wird abgelichtet.)

21.7.2017
Abfahrt vom Zeltplatz auf der Höhe Piombino in Richtung Rom über Grosseto, Scansani, Montemerano, Tuscania, Vetrella zum Übernachtungsort Bracciano, ca. 30km vor Rom.

Südlich von Grosseto die typisch toskanische Landschaft mit riesigen Weingütern.

Der Chef, Herr Dino Romano, der auf dem Wege liegenden gleichnamigen Tunerwerkstatt meinte, dass es mehr bedarf, alles einen längeren Gasbowdenzug zu montieren, um mein Fuhrwerk zu beschleunigen.

Der Platzwart hat mir ausgeredet Rom mit dem Moped zu erkunden. Er meinte, dass es Probleme mit Abgasvorschriften in der Stadt geben könnte.
Also Bus und Bahn.

22.7.2017
Rom mit Bus und Bahn. Dass klappt mit einer gewissen Toleranz sehr gut. 8 Euro das Tagesticket ist völlig in Ordnung.
Rom ist offenbar touristisch sehr beliebt, was dazu führt, dass sich gelegentlich ein Tourist ins Bild mogelt, z. B. die Frau mit Hut vor der spanischen Treppe.

Immer wenn ich Hilfe brauchte, standen informierte Uniformierte bereit, um bereitwillig den Weg zu weisen.
Und Roller fahren macht müde und viel müde, wenn man viele hat.

Der Ort Bracciano, am gleichnamigen Lago ist echt sehenswert. Typisch italienisch laut, etwas chaotisch, mit engen Gassen und einem Castello.

 
 
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